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Tipps

Filme entwickeln

Da ich in den vergangen Monaten einige Erfahrungen sammeln konnte beim Entwickeln von Schwarz-Weiß Filmen, hier ein paar einfache Tipps:

Benutzung von Entwicklungsdosen, z.B. Jobo:

  • Das Einspulen von Filmen klappt auch ohne großes Üben gut, wenn man die Ecken des Filmanfangs leicht anschneidet. Wichtig ist hier, daß man wirklich nur 2-3 mm der Ecke nimmt, sonst rutscht der Film  hier aus der Führung der Spirale und verhakt sich!
  • Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, daß man nicht versuchen sollte den natürlichen Filmdrall  übermäßig zu korrigieren. Der Film biegt sich zum Mittelpunkt der Spirale, und so läßt er sich besser einspulen, als wenn er komplett gerade wäre.

Entwicklung von Schwarz-Weiß Filmen:

  • Sobald es ans Entwickeln geht, empfiehlt es sich die Lichtschutzschicht erstmal mit einer Füllung Wasser zu entfernen. Wasser einfüllen, 1-2 Minuten warten, auskippen, vielleicht noch einmal spülen, fertig.
  • Zur Temperierung des Entwicklers, der ja eine möglichst bekannte (z.B. 20°C) Temperatur haben sollte, fülle ich eine kleine Tupperschüssel mit Temperiertem Wasser. Darin temperiere ich zuerst den Entwickler mit einem genauen Thermometer. Während der Entwicklung kommt dann auch die Dose in diese Schüssel, solange sie stehen muß. Das Wasser kann man natürlich ab und zu wechseln, wenn notwendig.
  • Eine wichtige Erfahrung habe ich mit dem Kodak Entwickler D76 (baugleich mit ID11 von Ilford) gemacht. Warum auch immer, hatte meine Stammlösung kleine Flocken von wahrscheinlich nicht aufgelöster Entwicklersubstanz. Eventuell hatte ich beim Anrühren geschlampt und nicht die notwenigen 45-50°C eingehalten, oder einfach nicht lange genug gerührt.
    Der Effekt war dann, daß auf mehreren Filmen leichte Flecken und Schlieren zu sehen waren. Sehr ärgerlich. Ich vermute, daß die Flocken auf dem Film hafteten und so diese Flecken verursacht haben. Dies konnte bei der selben Stammlösung vermieden werden, indem ich den Entwickler vor Benutzung durch einen Kaffeefilter laufen ließ.

Hier ein Beispiel eines verhunzten Negativs:

beispiel_filmflecken

 

 

Sterneffekt

Manchmal werden auf Fotos schön ausgeprägte Blendensterne gefragt. Mir wurde schon des öfteren die Frage gestellt, wie diese zustande kommen. Nun sind solche Effekte zu allererst einmal optische Fehler, denn in der Natur sieht man ja keine solchen Strahlen um die Sonne oder um hell strahlende Lampen. Dennoch kann der bewußte und kontrollierte Einsatz solcher Sterneffekte ein Bild aufwerten. Oder aber man möchte bewußt solche Überstrahlungen vermeiden.

Unter welchen Bedingungen entstehen also solche Sterne ?

Folgende Parameter haben wesentlichen Einfluß auf diesen Effekt:

  • Die Wahl der Blende. Eine geschloßene Blende läßt diesen Effekt erst entstehen. So muß man bei einer APS Digitalkamera schon auf Blende 16 abblenden um diesen Effekt zu erzielen.
  • Die Lichtquelle sollte möglichst Punktförmig sein. Dies ist der Fall bei kleinen entfernten Lampen in einer Nachtaufnahme. Oder aber auch die Sonne bei Verwendung eines Weitwinkelobjektivs. Wenn man einen kleinen Blendenstern bei Sonnenlicht erzeugen möchte, gibt es einen Trick: man versucht die Sonne zu verstecken (zum Beispiel hinter einem Baum), sodaß nur ein kleiner Teil des direkten Sonnenlichts in die Kamera fällt. Siehe das Beispiel unten.

Gerade bei Aufnahmen, in denen Licht von der Sonne direkt in die Kamera fällt muß das Objektiv peinlich sauber sein. Jedes Staubkorn verursacht unschöne Reflektionen im Bild.


Achtung: Manchmal wird davor gewarnt, direkt in die Sonne zu fotografieren. Meist geht es aber darum die Augen zu schützen, denn durch den Sucher direkt in die Sonne zu sehen ist sicher nicht gut für die Augen. Dennoch sollte im Handbuch der Kamera nachgelesen werden, ob der Hersteller davor warnt, direkt in die Sonne zu fotografieren. Wenn geschrieben steht, daß der Sensor gefährdet wird, dann sollte man sich klar sein, daß Garantieansprüche erlöschen.

Bei analogen Kameras gibt es dieses Risiko nicht.

Hier noch ein Beispiel eines Bildes mit bewußt eingebautem Blendenstern. Es handelt sich um eine analoge Mittelformataufnahme (schwarz-weiß), die in der Dunkelkammer mit der Lith-Print Technik vergrößert wurde.

Wunderland

 


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